Die bei Ihrer Anlage verwendete Zinsberechnungsmethode können Sie jederzeit dem Produktinformationsblatt unter dem Punkt „Renditechancen“ entnehmen – sowohl vor der Beauftragung als auch während der Laufzeit.
Allgemeine Informationen zur Zinsberechnung
Zinsberechnungsmethoden unterscheiden sich darin, wie die Zinstage innerhalb eines Monats sowie das Basisjahr berücksichtigt werden:
-
Angabe vor dem Schrägstrich: Anzahl der Tage pro Monat (z. B. „30“)
-
Angabe nach dem Schrägstrich: Anzahl der Tage im Jahr (= Basisjahr, z. B. „360“)
-
„act“ (actual): Es werden tatsächlich gezählte Kalendertage berücksichtigt
Übersicht der Zinsberechnungsmethoden
Deutsche Zinsmethode – 30/360
-
Jeder Monat wird mit 30 Tagen angesetzt
-
Das Jahr hat immer 360 Tage, unabhängig von Schaltjahren
-
31. Kalendertag zählt nicht als Zinstag – wird wie der 30. behandelt
-
Es wird entweder der erste oder der letzte Tag verzinst
-
Kein Einfluss durch Schaltjahre
Englische Zinsmethode – act/365
-
Es werden tatsächliche Kalendertage gezählt
-
Das Basisjahr ist immer 365 Tage, auch in Schaltjahren
Auswirkung von Schaltjahren:
-
Fällt der 29. Februar in den Berechnungszeitraum, gibt es einen Zinstag mehr
-
Beginnt oder endet die Zinsperiode vor dem 29.02. oder nach dem 01.03., ist der Zinsbetrag identisch zu Jahren ohne Schaltjahr
Verzinst wird:
-
nicht der erste, aber der letzte Tag der Periode
Eurozinsmethode – act/360
-
Es werden tatsächliche Kalendertage gezählt
-
Das Basisjahr ist immer 360 Tage, auch in Schaltjahren
Auswirkung von Schaltjahren:
-
Fällt der 29. Februar in den Zeitraum, ergibt sich ein leicht höherer Zinsertrag
-
Ansonsten ist der Zinsbetrag identisch
Verzinst wird:
- nicht der erste, aber der letzte Tag der Periode
Taggenaue Methode – act/act
-
Es werden tatsächlich gezählte Kalendertage verwendet
-
Das Basisjahr entspricht dem Kalenderjahr (365 oder 366 Tage)
Auswirkung von Schaltjahren:
-
Bei Zinsperioden vor dem 29.02. oder ab dem 01.03. bleibt die Zinstaganzahl gleich, das Basisjahr erhöht sich → der Zinsertrag fällt leicht geringer aus
-
Fällt der 29. Februar in den Zeitraum, steigt sowohl die Zinstaganzahl als auch das Basisjahr → der Zinsertrag ist etwas höher
Verzinst wird:
-
nicht der erste, aber der letzte Tag der Periode
Wichtiger Hinweis
Die Entscheidung über die Zinsberechnungsmethode trifft ausschließlich die jeweilige Partnerbank.
Zinsen selbst nachrechnen? So geht’s:
-
Sie können die Berechnung mit einem Zinsrechner Ihrer Wahl überprüfen
-
Wichtig ist, dass Sie:
-
die korrekte Zinsmethode auswählen
-
einen konkreten Datumsbereich eingeben können
-